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Molde

Die Geschichte der Besiedlung Molde war immer mit der Lage der Stadt am Rande des Fjords verbunden, deren strategische Lage, bereits im Mittelalter, ausschlaggebender Faktor für die Entwicklung der Besiedlung sowie des Handels war. In den Zeiten, zu welchen das gesamte Norwegen ein armes, vergessenes Land, irgendwo im Norden war, blühte Molde dank ihrer günstigen Position am Fjord und Meer auf, und somit auch dank des Handels mit den europäischen Ländern. foto Molde

Aber die Vergangenheit war nicht nur rosarot. Harte Naturbedingungen, aber auch Hungersnöte waren im Mittelalter auf der Tagesordnung. Der Fjord bedeutet allerdings zum Glück auch Fische, die letztendlich sogar im Stadtwappen abgebildet sind: In den Zeiten der Hungersnot rettete Molde ein Wal, der einen Schwarm Heringe in die Stadt trieb. Gerade dank der Heringe, erwarb Molde durch deren Verarbeitung und den Export im Jahre 1742 den Stadt-Status, ebenso wie Bergen und Trondheim. Seit dem 19. Jahrhundert lockt der Fjord nicht nur Händler und Fischer, aber auch Touristen. Die werden bis heute vom überwältigenden Panorama von 222 Gipfeln angezogen, die direkt über dem Fjord gegenüber der Stadt emporragen. Die idyllische Atmosphäre wird von den Holzhäusern in satten Farben noch unterstrichen. Vom alten Molde blieb aber nicht sehr viel erhalten - die Stadt wurde während des zweiten Weltkriegs zerbombt. Unbeschädigt blieben nur ein paar Häuser, die die Norweger sehr schätzen und dieselben sehr sorgfältig betreuen.

Nach dem Krieg begann das moderne Molde zu entstehen - Zentrum der Administration, der Ausbildung und Kultur. Es wurde ein modernes Rathaus errichtet, der Sitz der Bezirksbehörde, eine Kirche, Hotels, das Fußballstadion, ein Theater, ein Kulturhaus, das den Namen des Schriftstellers und Nobelpreisträgers, Bjørnstern Bjørnson trägt und eben untrennbar mit der Stadt Molde verbunden ist, aber es wuchsen hier auch moderne Siedlungen, die in die überwältigende Naturkulisse gesetzt wurden. Molde gehört trotz der nur dreiundzwanzigtausend Einwohnern zu den größeren norwegischen Städten. Sie ist letztendlich sogar Bezirksstadt, also Hauptressource des Broterwerbs ist hier nicht mehr der traditionelle Fischfang, aber die Arbeit in der Selbstverwaltung und in Dienstleistungsbetrieben. Molde ist stolz auf den Ruf als Stadt der Kultur und Bildung. Im Juli findet hier ein Jazzfestival, im August ein Literaturfestival statt. In die hiesige Hochschule, die vor allem auf Logistik ausgerichtet ist, reisen Studenten aus ganz Norwegen an.

Dieses Dokument wurde unter finanzieller Unterstützung der Europäischen Union verfasst. Für den Inhalt dieses Dokuments ist ausschließlich die Stadt Česká Lípa /Böhmisch Leipa verantwortlich. Die darin angeführten Einsichten vertreten keinesfalls die Einsichten der Europäischen Union
30.8.2005
 


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