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Bardejov

Die altertümliche Stadt, die als die gotischste Stadt in der Slowakei angesehen wird, entstand auf dem wichtigen Handelsweg nach Polen. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1241. Im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts wuchs Bardejov, dank der günstigen geografischen Lage und den zahlreichen königlichen Privilegien, zu einer der bedeutendsten Städte Oberungarns heran. foto bardějov Im Jahre 1376 wurde Bardějov zur freien Königsstadt erhoben. Die Herrschaftsprivilegien, aber auch die Handfertigkeit der Handwerker in Bardejov und das Verhandlungsgeschick der Käufer brachten die Stadt im 15. Jahrhundert auf den Gipfel des Ruhmes und Reichtums. Die große wirtschaftliche Prosperität schlug sich auch im Bauaufschwung der Stadt und bei der Entwicklung der Kultur und Kunst nieder.

In den weiteren Jahrhunderten, vor allem in Folge von Kriegsereignissen und Naturkatastrophen, kam es zum Verfall der Stadt und Bardějov wurde eine kleine Provinzstadt. Es blieben aber viele wertvolle historische Denkmäler erhalten. Einzigartig ist zum Beispiel das gotische Burgsystem in Bardejov. Gegenwärtig gehört es zu den am besten erhaltenen Stadtverteidigungssystemen und reiht sich mit seiner Bedeutung in den Europäischen Fonds des Kulturerbes ein.

Das Gotik-Renaissance Gebäude des Rathauses, errichtet in den Jahren 1505-1509, wurde im Jahre 1985 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Die St. Aegidius Basilika wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet, unter Verwendung des älteren Dombauwerks und im 15. und 16. Jahrhundert fertig gestellt. Die ursprüngliche Domausstattung aus dem 14. Jahrhundert repräsentiert das steinerne Taufbecken, verziert mit figuralen Reliefen, das im Jahre 1937, gemeinsam mit der mittelalterlichen Plastik des St. Aegidius auf dem ursprünglichen Hauptaltar aus dem Jahre 1466, die Slowakei auf der Prager Ausstellung der Alten Künste der Slowakei repräsentierte.  

Der Kurort „Bardejovské Kúpele“ rundet das Bild der Stadt und deren wunderschöne Umgebung ab und hebt dasselbe noch hervor. Die erste Erwähnung der Mineralquellen in Bardejov findet sich bereits in mittelalterlichen Urkunden, vor allem auf der Urkunde des Königs Béla IV, aus dem Jahre 1247.  foto bardejovDie Kurbäder, im wahren Sinne des Wortes entstanden allerdings erst in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, als sie vor allem von Angehörigen des ungarischen und polnischen Adels zahlreich besucht wurden, danach sank deren Beliebtheit, um nach der Erneuerung und Modernisierung der Kurbäder Ende des 19. Jahrhunderts wieder zu steigen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten die Kurbäder Bardějov zu den bekanntesten und best ausgestatteten Kurbädern in Ungarn. Auch in der Gegenwart erzielen die modernisierten Kurbäder ausgezeichnete Ergebnisse. Sie sind auf die Heilung von Krankheiten des Verdauungstraktes, von Nachbehandlungen nach Magenoperationen sowie Krankheiten der oberen und unteren Atmungswege spezialisiert.

Heute ist die Stadt Bardějov/Bartfeld administratives Zentrum des oberen Šariš/Scharosch, ist ein Industrie-, Kultur- und Sportzentrum und hat, auf einer Ausdehnung von 1 013 km2, annähernd 32 000 Einwohner.

Dieses Dokument wurde unter finanzieller Unterstützung der Europäischen Union verfasst. Für den Inhalt dieses Dokuments ist ausschließlich die Stadt Česká Lípa /Böhmisch Leipa verantwortlich. Die darin angeführten Einsichten vertreten keinesfalls die Einsichten der Europäischen Union
30.8.2005
 


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